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Fonds-Sparplan vs. Skandia FondsLV

Ein Beitrag von Emil Näpflein in der Newsgroup de.etc.finanz (neu: de.etc.finanz.misc):


Wie war die Wertentwicklung des Scandia Portfolio S im Vergleich:

          Templeton   Emil S :)  Scandia Portfolio S
31.07      42,6 %      47,7 %       40,5 %
30.08      34,9 %      35,8 %       26,2 %
30.09      40,6 %      39,5 %       28,3 %

Und was sagen uns diese Zahlen?

Vielleicht sagen sie uns, daß das Scandia Portfolio S zwar bei einem ständigen Aufwärtstrend ganz gut mithalten kann, falls dann aber Einbrüche am Markt zu verzeichnen sind, rauscht es rapide mit in den Keller. Und wenn es dann wieder aufwärts geht, wird der Anschluß verpaßt.

Anscheinend ist das Scandia Portfolio S auch nicht richtig weltweit diversifiziert. Der MSCI World Index lag laut Finanzen zu deren Stichtagen (20. des Monats) immer ein paar Prozent unter den Templetonwerten aber über den Werten des Portfolio S.

Für mich ist die Entwicklung des Scandia Portfolio S über diese drei Monate ein weiteres Indiz, daß das Risiko durch ein Fondsmanagement nicht notwendigerweise reduziert wird. Risiko drückt sich auch über die Volatilität aus.

Aber eigentlich sind solche kurzfristigen Entwicklungen für den langfristigen Anleger ohne jede Bedeutung. Ich gehe hier nur darauf ein, weil einfach irgendwelche Zahlen in den Raum gestellt werden, ohne sie in Relation zu anderen zu setzen. Durch die hohen absoluten Renditezahlen wird der Eindruck erweckt, daß alles ganz toll ist mit dem Scandia Portfolio S. In Wirklichkeit jedoch sieht es ganz anders aus.

Mein Portfolio kann man nicht ganz vergleichen, weil ständig ein Mittelzufluß im signifikanten Umfang vorhanden war und natürlich deshalb auch die zu zahlenden Ausgabeaufschläge in Höhe von etwa 2-5% für diese Zuflüße enthalten sind. Deshalb wäre die Rendite bezogen auf den Nettowert eigentlich noch höher. Bei den anderen Portfolios wurde nur die Kursentwicklung in DM ohne Berücksichtigung der Kosten betrachtet.

Ich verstehe immer noch nicht, warum man eine weitere teuere Verwaltungsschicht bei einem weltweit diversifizierten Portfolio einschalten sollte. Ein weltweit anlegender Fond macht schon von sich aus die entsprechenden An-/Verkäufe nach der aktuellen Marktsituation. Dafür wird schon eine beträchtliche Verwaltungsgebühr bezahlt.

  • Warum soll man nochmals eine Kostenebene oben darauf setzen, ohne einen wirklichen Vorteil zu haben?

  • Warum sollen die Fondspicker besser sein als diejenigen, die die Fonds direkt verwalten?

Ich denke, daß die meisten Leute wirklich ganz gut mit einem weltweit anlegenden Fond wie dem Templeton bedient sind. Er vereinigt alles, was ein aktives Fondsmanagement erreichen kann, zu einem weit günstigeren Preis. Wer wie ich auch etwas Spaß haben möchte :) und selbst seine Fonds verwaltet, sollte beachten, daß er wirklich diversifiziert ist.

Aber es wird dann schon sehr schwer, gute weltweit anlegende Fonds wie den Templeton auf die Dauer zu schlagen. Wenn ich auf die Dauer wirklich schlechter als der Templeton abschneide, ist die einzige Konsequenz, die ich ziehen kann, die eigene Verwaltung aufzugeben und alles in den Templeton oder andere weltweit anlegende Fonds zu stecken. Dann brauch ich mir keine Gedanken über die Märkte mehr machen und kann meine Zeit für was anderes nutzen.


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Letzte Änderung: 12.11.06