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Geschlossene Immobilienfonds
(Haben Sie den Anfang dieses Themas gelesen?) Wer sich für Geschlossene Immobilienfonds (GI) interessiert, sollte vor einer Entscheidung unbedingt FINANZtest Heft 11/97 Seite 59f lesen, und zwar gründlich. Hier einige Ausschnitte daraus:
[zitat]
Korrekt gerechnet ergeben sich lt. FINANZtest für die Ertragserwartung für unterschiedliche Zukunftsannahmen (variiert wurden Inflationsrate, Vermietungsstand und Verkaufsfaktor) folgende Werte:
Zukunfts- ! persönlicher Steuersatz annahme ! 30 40 50 Prozent --------------------------------------------------- ungünstig -2.3 -0.8 -0.3 ) jeweils mittel 1.0 1.5 1.8 ) schlechtester optimal 2.0 2.6 2.8 ) Fonds ungünstig 3.4 3.3 3.2 ) jeweils mittel 5.7 5.6 5.3 ) bester optimal 8.9 8.6 8.3 ) Fonds Und das beim Risiko eines Totalverlustes. Man sollte diesen Artikel wirklich mehrfach lesen, auch zwischen den Zeilen. Mein Eindruck ist, daß FINANZtest sich hier um ein klares zusammengefaßtes Urteil 'mangelhaft' gedrückt hat, um sich nicht einer Klagewelle durch eine sehr finanzstarke Branche auszusetzen.
RisikenAußer den einem GI immer innewohnenden Risiken ermöglicht die Konstruktion von GI's auch sehr leicht Manipulationen, wenn nicht sogar Betrügereien, zu Lasten der Anleger, die diese nicht so einfach entdecken können.
Meine Meinung: Wer sich als Durchschnittsverdiener wegen 'Steuern sparen' auf so was einläßt, dem ist wirklich nicht zu helfen.
Natürlich gibt es auch Geschlossene Immobilienfonds, bei denen
sich am Ende herausstellt, daß sie seriös und erfolgreich
waren.
Der Normalfall ist, daß die Steuerersparnis (und mehr) direkt beim Anbieter des GI landet. Das gesamte Riskio bleibt dagegen beim Anleger. Der DFI gerlach-report schrieb dazu in Ausgabe 25/98: Der Markt für Geschlossene Immobilienfonds ist schon seit langem gespalten: Initiatorengruppe 1: Einerseits die etablierten großen Anbieter, die mit ausführlichem Prospektmaterial über meist fachmännisch und seriös arbeitende Vermittler sinnvolle Immobilienprojekte finanzieren. Initiatorengruppe 2: Andererseits z.B. die Anbieter kleinpreisiger Immobilienfonds, deren Prospekte auf die Täuschung ahnungsloser Kleinanleger abgestellt sind, denen Eigenkapital und/oder Personalkredite mit Hilfe meist selbst ahnungsloser Vermittler, immer häufiger von Mitarbeitern großer Strukturvertriebe, für sinnentleerte und meist niemals endgültig realisierbare Blind-pool- Projekte und ähnliche Abzockereien abgeluchst werden. Aus unserer Sicht hat sich die Art und die Qualität der Anbieter am Markt für Geschlossene Immobilienfonds so weit auseinanderdividiert, daß sich eine einheitliche Betrachtung längst verbietet. Inzwischen sind jedoch bereits viele Milliarden DM Anlegergeld in früher oder später mit Sicherheit zusammenkrachende Gebilde investiert worden. Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen von ahnungslosen Anlegern sind betroffen. Nicht vergessen sollte man auch, daß die Steuerersparnis nur im ersten Jahr oder in den ersten zwei Jahren eintritt. Ausnahme: der GI wurde auf Kredit finanziert, was eh nicht zu empfehlen ist. Danach sind die Einnahmen aus dem GI zu versteuern. Die Beteiligungsmodelle sind also vor allem eine Steuerverschiebung. Daß sich die Anleger nicht zu früh mit dem Verkauf der Objekte davonstehlen, kontrolliert das Finanzamt. Denn die Summe der zu versteuernden Erträge bis zum Wiederverkauf des Objekts muß die insgesamt geltend gemachten Verluste übersteigen. Wird zu früh verkauft, fordert das Finanzamt einst durch Sonderabschreibung gesparte Steuern zurück. Weitere Informationen und Tips von FINANZtest, ein Beispiel, ein SPIEGEL-Bericht, noch einer und eine Meinung des Gerlach-Report. Lesenswert auch mehrere Artikel zu Steuerspar- Beteiligungen in DM 11/97 und dieser Artikel.
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Letzte Änderung: 12.11.06 |