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Wohin mit dem Geld?

Ein Beitrag von Emil Näpflein in der Newsgroup de.etc.finanz.misc:

> In diesem Jahr werde ich durch den Verkauf einer kleinen
> Firma ein hohes steuerpflichtiges Einkommen haben, in den
> folgenden Jahren wohl weniger.
> Gibt es seriöse Objekte, die eine gute Rendite
> erwirtschaften und gleichzeitig für 1998 eine hohe
> Verlustzuweisung haben? Lohnen sich z.B. Immobilien-
> Leasing-Projekte (100 % Verlustzuweisung 1998, anschließend
> laufende Ausschüttungen)?
> Oder sollte ich lieber dem Finanzamt sein Teil geben und vom
> Rest Aktien o.d. kaufen? Oder gibt es etwas, was auch
> interessant sein könnte auch im Hinblick auf die diesjährige
> hohe Steuerlast?
> In welche Richtung könnte ich Ihrer Meinung nach wohl schauen?
> Für einen Hinweis wäre ich wirklich sehr dankbar.

Wenn jemand unbedingt Steuern sparen möchte und es sich aber nur um ein einziges Jahr mit hohem Steuersatz handelt, dann sollte er keinesfalls alles auf eine Karte setzen. Alle diese Steuersparmodelle haben in der Regel sehr lange Laufzeiten. D.h., das Kapital ist auch sehr lange gebunden und die jährlichen Ausschüttungen sind oft nicht besonders hoch. Es spricht aber meiner Meinung nach nichts dagegen, einen Teil dieses Einmaleinkommens bei sehr hohem Steuersatz in verschiedene Modelle zu stecken. Mir fallen dazu ein Windkraftwerke und Leasingfonds. Alle anderen Anlageformen bringen es meist nicht auf 100% Zuweisungen, diese beiden aber manchmal auf über 100% und oft noch steuerfreie Ausschüttungen in den folgenden Jahren.

Aber wie gesagt - nicht alles auf eine Karte setzen und lieber dem Waigel ein paar Mark gönnen. Entscheidend ist nämlich die erzielte Nettorendite über die Laufzeit und nicht die absolute Höhe der sofortigen Steuerersparnis. Viele Leute hätten in den vergangenen Jahren, wenn sie einen Teil ihres voll versteuerten Einkommens in normale Aktienfonds gesteckt hätten, höhere Nachsteuerrenditen erzielt als die meisten Steuersparkünstler.

Emil


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Letzte Änderung: 12.11.06