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Abzockerparadies Deutschland
Bitte beachten: diese Seite gibt den Stand von ca. 1999 wieder
und wird nicht mehr aktualisiert!
Das Bundeskriminalamt nennt für Anlagebetrug folgende Zahlen:
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| Jahr |
Fälle |
Schadenssumme |
| 1994 | 20000 | 2,5 Milliarden DM |
| 1995 | 25000 | 1,7 Milliarden DM |
| 1996 | 22000 | 0,9 Milliarden DM |
| 1997 | ? | addieren Sie hier |
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Der Trend:
Die Betrüger nehmen die Kleinanleger aufs Korn
(wahrscheinlich sind die Ärzte und Zahnärzte schon alle abgezockt ;-) ).
Aber Vorsicht: diese Zahlen beziehen sich auf Fälle, bei denen
betrügerische Absicht nachzuweisen war.
Es ist davon auszugehen, daß die Anleger noch wesentlich höhere
Summen verloren haben.
Schätzungen gehen von 40-50 Milliarden DM pro Jahr aus.
Hier eine aktuelle Schätzung des
DFI-gerlach-report:
| 1996 |
1997 |
(in Mrd. DM) |
| 12 | 20 | Unseriöse Immobilienangebote |
| 10 | 20 | Bankgarantien/Nonsensangebote |
| 10 | 20 | Beteiligungssparpläne/stille Beteiligungen |
| 3 | 4 | Terminhandelsangebote |
| 1 | 2 | Penny Stocks |
| 4 | 4 | Sonstige (Diamanten-, Edelmetall-, Zinsdifferenz-
geschäfte, ...) |
Zum einen kann dies durch das unternehmerische
Risiko geschehen - dann liegt natürlich kein Straftatbestand vor.
Aber war dem Anleger das Risiko auch klar, das er einging?
Oder wurde ihm Sicherheit vorgegaukelt?
Zum anderen sind viele Angebote des
grauen Kapitalmarktes
von vornherein auf Abzocken angelegt, auch wenn man sie nicht
als betrügerisch einstufen kann.
Lesen Sie
hier, auf welche Angebote sich dieser Schaden verteilt
und wie Sie sich im Schadensfalle
verhalten sollten.
Noch ein Wort zu
Versicherungsvertretern
und Finanzberatern:
beide leben von Provisionen für abgeschlossene Verträge.
Es ist völlig unrealistisch, von ihnen eine objektive, an
den Kundeninteressen orientierte Beratung zu erwarten.
Leider ist der deutsche Kunde kaum bereit, für Finanzberatung
an einen neutralen Berater zu bezahlen.
Die Konsequenz daraus ist für viele Kunden ein enormer Geldverlust
bis hin zum Ruin.
Aber dafür gedeihen ja die Glaspaläste prächtig.
Ein paar Ratschläge:
-
Treffen Sie keine Verabredungen mit Verkäufern, die Sie
ungebeten anrufen (was in Deutschland eh nicht erlaubt ist).
-
Seien Sie auch bei Bekannten und Verwandten vorsichtig.
-
Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht von vorne bis hinten verstanden haben.
Unterschreiben Sie vor allem keine 'Besuchsbescheinigungen'.
-
Wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen, schmeißen Sie den Vertreter raus.
-
Prüfen Sie hier, ob der Anbieter vielleicht schon
einschlägig bekannt ist. Vor den meisten zusammengebrochenen Firmen
(Hanseatische, Atlantis, EKC, ...) wurde schon lange vorher gewarnt.
-
Suchen Sie neutralen Rat (Verbraucherzentralen, Zeitschriften wie
FINANZtest, die Newsgroup
de.etc.finanz.misc).
Viele Links finden Sie hier.
Besonders zu empfehlen: die Seiten von
Michael Kronenberg,
auch zum
grauen Kapitalmarkt.
-
Vergessen Sie nie:
- Jede Anlage, die mehr Rendite bringen soll als Bundesschatzbriefe
hat ein Risiko.
- Jede Anlage des grauen Kapitalmarktes birgt das Risiko
des Totalverlustes in sich.
In vielen Fällen fragt man sich jedoch hinterher, wie Anleger
auf so offensichtliche Betrüger hereinfallen konnten.
Aber es scheint schon zu gelten:
gegen Dummheit ist kein Kraut
gewachsen, oder auch:
Gier frißt Hirn
Ihres hoffentlich nicht - oder?
Kritik? Anregungen? Kaputte Links?
Hier finden Sie meine eMail-Adresse.
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Letzte Änderung: 12.11.06
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